Das motorisierte Zuhause ist für viele Camper mehr als ein Hobby. Es ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens und daher kann man die unterschiedlichen Typen von Wohnmobilen auch unterschiedlichen Lebensphasen und Charakteren zuordnen. Vom Kleinbusfahrer bis zum Kapitän eines Luxusliners vereint alle Mobilisten aber das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. In diesem Artikel werden die 5 wichtigsten Typen von Wohnmobilen vorgestellt.

VW Bus T6 California Beach, Quelle VW

Der Kleinbus und Kastenwagen

Den Kleinbus-Typ sieht man auch abseits der großen Straßen und Campingplätze. Für viele Camper ist er Wohnmobil und Familienkutsche in Personalunion. Daher steht der Typ 1 auch vor vielen Supermärkten und Ausflugslokalen. Die bekanntesten Vertreter sind der Ford Nugget, der beliebte VW-Bus California, der unverwüstliche Fiat Ducato Camper oder die robuste Oberklasse mit dem Mercedes Benz Marco Polo. Der Kleinbus-Typ hat meist ein Hub- oder Hochdach und ist für Pärchen ideal geeignet, die auf eine komfortable Nasszelle verzichten können. Bei ordentlicher Packkunst bietet dieser Typ auch den zusätzlichen Schlafplatz für 1-2 Kinder. Für längere Reise empfehlen wir aber das Ansteuern von Campingplätzen und/oder das Mitführen eines Zelts und Sonnensegels. Die mittlere Preisklasse liegt bei etwa 45.000 Euro Neupreis.

Pössel Roadstar 600, Quelle: Pössl
Pössel Roadstar 600, Quelle: Pössl

Die Kastenwagen bieten dem Mobilisten viel Unabhängigkeit. Die Ausstattung dieser Modelle ist umfangreicher als beim Kleinbus und beinhaltet ein Bad mit Toilette und Duschgelegenheit. Die Betten, Sitze und auch die Küchenecke lassen sich ohne Umbauten benutzen. Kastenwagen sind, genau wie Campingbusse, ideal für Paare oder Alleinreisende. Erprobte Kastenwagenfahrer setzen schon seit Jahren auf die Hersteller WESTFALIA, REIMO und Pössl.
Kleinbusse und Kastenwagen sind ohne besondere Führerschein-Klassen zu fahren und mit wenig Aufwand startklar. Das Parken und Manövrieren in Innenstädten ist mühelos zu bewerkstelligen – deutliche Pluspunkte also für den Typ 1 der Wohnmobile.

Check: Wendig, schnell und kompakt für Paare oder Alleinreisende

TISCHER Trail Box 200 auf VW Amarok, Quelle: TISCHER

Die Pickup Wohnkabine

Den letzten Typ bildet der Pickup mit Wohnkabine, den man auf deutschen Straßen eher selten sieht. Das mag auch damit zusammenhängen, dass Pickups in unseren Breiten keine große Verbreitung haben. Die Vorteile dieser Variante liegen aber auf der Hand bzw. auf dem Fahrzeug. Die Wohnkabine kann mit wenigen Griffen abgekoppelt, auf eigene Füße gestellt und in der Garage verwahrt werden. Den Pickup kann man dann als normales Fahrzeug verwenden und braucht für die Familie kein zweites Auto mehr. Allerdings bietet der Wohnraum dieses Campers nur begrenzten Platz. Wer sich allerdings gerne abseits befestigter Straßen bewegt, der ist mit der Pickup Wohnkabine gut beraten. Diese Flexibilität und Beweglichkeit bieten die Produzenten bimobil und TISCHER.

Check: Sehr hohe Flexibilität und gute Kombination mit PKW

Knaus Sky Traveller, Quelle: Knaus
Knaus Sky Traveller, Quelle: Knaus

Der Alkoven- oder Nasenbär

Der Alkoven ist der bekannteste Vertreter der Gattung Wohnmobile und bei Familien sicherlich auch der beliebteste Typ. Ein großer Wohnraum und viel Staufläche zeichnen den Nasenbären aus. Für manchen Freizeitkapitän ist die Höhe des Fahrzeugs jedoch gewöhnungsbedürftig. Für die nächste Unterführungsdurchfahrt empfiehlt es sich daher, die Maße des Campers zu notieren und auf das Armaturenbrett zu klemmen! Bekannte Hersteller von Alkoven-Modellen sind Knaus Tabbert und Bürstner. Die Kosten für den Nasenbären liegen nicht zwangsläufig über denen eines ausgebauten Kleinbusses.

Check: Familienfreundlich und nicht teurer als ausgebaute Kleinbusse

Dethleffs Globebus T Imperial, Quelle: Dethleffs
Dethleffs Globebus T Imperial, Quelle: Dethleffs

Der Teilintegrierte

Dieser Typ hat keinen Alkoven – also keinen Schlafplatz über der Fahrerkabine. Dafür befinden sich meist fest verbaute Betten im Wohnraum. Das Fahrerhaus und der Wohnbereich sind bei diesem Modell oft miteinander verbunden, weil man die Fahrer- und Beifahrersitze in den Innenraum drehen kann. Die Wagen sind im Durschnitt etwas teurer als Alkoven und Kleinbus. Für viele Wohnmobilisten ist der Teilintegrierte aber auch nicht der erste Camper. Beliebt sind diese Fahrzeuge bei älteren Paaren, die abends nicht in den Alkoven klettern möchten und deren Kinder nicht mehr mit an Bord sind. Bekannte Hersteller in diesem Segment sind Hymer und Dethleffs.

Check: Kompakter und wendiger als der Alkoven und beliebt bei erfahrenen Campern

Concorde Charisma, Quelle: Concorde
Concorde Charisma, Quelle: Concorde

Der Integrierte

Für manchen Neuling mag der integrierte Camper etwas wuchtig anmuten. Für viele erfahrene Straßenkapitäne ist er aber zum Ersatz für die Ferienwohnung oder sogar für das Eigenheim geworden. So verwundert es nicht, dass für diese Luxusklasse auch andere Preise abgerufen werden. Die mittlere Preisklasse liegt bei etwa 65.000 Euro. Wer das nötige Kleingeld hat, kann für diesen Typ sicherlich auch eine halbe Millionen Euro ausgeben. Im Gegenzug erhält der Käufer eine üppige Ausstattung und auf Reisen mit Sicherheit viele Gespräche mit Gleichgesinnten über die technische Ausstattung des treuen Gefährten. Oft stellt sich dann die Frage, wie man eigentlich vom Zelten über den ersten Wohnwagen bis hin zu solch einem Straßenkreuzer gekommen ist. Charakteristisch für diese Wohnmobile ist das Absenkbett über den Fahrersitzen. Nicht selten findet sich beim Integrierten ein Moped oder sogar Smart im Gepäckraum, um Tagesausflüge auch mal etwas wendiger zu gestalten. Die Firmen MORELO und Concorde haben sich beispielsweise auf die Herstellung dieser Luxusliner spezialisiert.

Check: Komfortabelste Variante mit viel Platz und Equipment

Ihre Entscheidung: Mieten, Kaufen, Eigenausbau oder doch etwas anderes?

Sind Sie gerne unterwegs? Können Sie auf beengtem Raum leben? Haben Sie das nötige Geld für die Anschaffung zur Verfügung? Ist ein Wohnwagen vielleicht doch die bessere Alternative? Sollten Sie ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen oder doch lieber einen Neuwagen? Vielleicht möchten Sie sogar Ihr eigens Mobil ausbauen?

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